Palliativberatung in der Onkologie

Die Diagnose „Krebs“ kann bei Betroffenen neben körperlichen Belastungen und oft straffen Behandlungskonzepten auch zu Rat- und Hilflosigkeit führen. Wenn tumorspezifische Maßnahmen beendet werden – häufig aber auch lange vorher -, müssen viele Aufgaben bewältigt werden:

„Wer hilft mir zuhause?“, „Wer kümmert sich um meine Angehörigen?“, „Wie soll ich es meinen Kindern erklären?“, „Was heißt eigentlich palliativ?“, „Was macht denn ein ambulanter Hospizdienst?“, „Wie komme ich an ein Pflegebett?“– nur ein kleiner Ausschnitt der Fragen, denen sich Mitarbeiter der Onkologie oft stellen müssen. Und trotz ausgefeilter wissenschaftlicher Selbsterfassungsmethoden werden viele Sorgen und Nöte erst im persönlichen Gespräch offenbar, das die normale Visitenzeit bei weitem überschreitet.

Damit die vielfältigen Bedarfe und Bedürfnisse onkologischer Patienten und ihrer Zugehörigen nicht nur wahrgenommen, sondern strukturiert erfasst und bearbeitet werden können, unterstützt Menschenmögliches seit 2017 Katharina Kopka, „Supportive Care Nurse“ der internistischen Onkologie unter Leitung von Prof. Dr. M. Stahl in den Kliniken Essen-Mitte.

Frau Kopka arbeitet Hilfepläne für Patienten aus, die unheilbar erkrankt sind. Dabei deckt sie alle Dimensionen ab: psychische, physische, soziale und spirituelle, denn der Patient befindet sich in einer sehr empfindlichen Lebensphase, in der Vertrauen, Offenheit und Kontinuität wichtig für ihn sind. Frau Kopka zeigt dem Patienten die Möglichkeiten der ambulanten und stationären Palliativversorgung auf und organisiert Hilfsmittel. Dabei arbeitet sie mit allen an der Behandlung und Begleitung beteiligten Berufsgruppen zusammen und bespricht, ob eine häusliche Versorgung weiterhin möglich ist oder ob der Patient in ein Heim oder Hospiz verlegt werden sollte. Der Patient und seine Angehörigen werden während des gesamten stationären Aufenthaltes kontinuierlich betreut, auch in Fragen einer Vorsorgevollmacht oder Patientenverfügung. Sie bringt Verständnis für seine Unsicherheiten, Ängste und manchmal auch Wut über die neue, bedrohliche Situation auf und stützt das Recht des Patienten auf eine adäquate Versorgung am Lebensende. Denn Autonomie ist das höchste Gut des Menschen.

Ansprechpartner

Katharina Kopka

0201 – 174 241 21
(werktags zwischen 8 und 16 Uhr)

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